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Datenschutz Bußgeld für Facebook: Der Großkonzern legt Widerspruch ein

Datenschutz Bußgeld für Facebook: Der Großkonzern legt Widerspruch ein

Nachdem die britische Datenschutz-Behörde das soziale Netzwerk Ende Oktober wegen dem Datennschutzskandal in Verbindung mit Cambridge Analytica mit einem Datenschutz Bußgeld in Höhe von rund 560.000 EUR belegt hatte, hat Facebook nun Widerspruch eingelegt.

Der Internetriese Facebook will das in Großbrittannien verhängte Datenschutz Bußgeld nicht akzeptieren. Die Begründung von Facebook ist einfach: angeblich gebe es keinerlei Beweise dafür, dass von dem Datenschutzskandal britische User direkt betroffen seien und deren Daten missbraucht wurden.

Des weiteren strebt das soziale Netzwerk eine Grundsatzklärung an, die regelt, wie in Zukunft online mit Informationen umzugehen ist. Hierzu kommentierte Facebook die Argumente der britischen Datenschutz-Behörde ICO (Information Commisioner´s Office). Demnach dürften User Chatbeiträge und E-Mails nicht ohne Einverständniserklärung aller Beteiligten weiterleiten. Dies allerdings tun Millionen Nutzer weltweit, nicht nur auf Facebook, sondern nahezu überall im World Wide Web. Daher müsse der Sachverhalt grundsätzlich geklärt werden, damit alle Menschen, die online sind, Rechtssicherheit genießen.

Facebook will Datenschutz Bußgeld verhindern und eine Grundsatzentscheidung erstreiten

Das verhängte Datenschutz Bußgeld in Höhe von 500.000 Pfund wurde von der Behörde begründet, weil man einen schweren Verstoß von Facebook feststellen konnte, der gegen geltendes Recht verstoße. Dabei warf die Behörde dem sozialen Netzwerk vor, es versäumt zu haben, die Privatsphäre der User im Rahmen der unrechtmäßigen Verarbeitung hinlänglich geschützt zu haben. Was war geschehen?

Über einen Zeitraum von über vier Jahren wurden von einem Entwickler einer Umfrage-App Daten von Facebook-Usern an das Unternehmen Cambridge Analytica weitergegeben. Später hat eben diese Firma für das Wahlkampfteam um den heutigen US-Präsidenten Donald Trump gearbeitet. Betroffen waren nicht nur die circa 300.000 Teilnehmer der Umfrage, sondern auch deren Facebook-Freunde.

Dies war nur möglich, weil die damals geltenden Regeln von dem sozialen Netzwerk Entwicklern von Apps einen breiten Zugriff auf die User-Daten ermöglichten. Daraus resultierte schließlich das Datenschutz Bußgeld der ICO. Denn die entschied, dass Facebook ohne jegliche rechtliche Grundlage App-Entwicklern den Daten-Zugang ermöglichte. Zusätzlich kritisierte die Behörde, dass das soziale Netzwerk nach Bekanntwerden des Datenmissbrauchs im Dezember 2015, nicht ausreichend zur Aufklärung des Falls beigetragen habe und auch den Schutz der Facebookmitglieder weiterhin vernachlässigt habe.

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